Eine Geschichte verrät mehr als 1000 Worte :-)

Einen Lernraum finden und einrichten

In unseren Anfängen als Homeschooler haben wir den Unterricht wie viele andere auch zuhause durchgeführt.

Je länger, je mehr hatten wir den Eindruck, dass es unseren Buben nicht schaden würde ausserhalb der eigenen 4 Wände zu lernen.

Gesagt, getan. Gemeinsam mit 'Lernen fürs Leben' haben wir uns dazu entschieden einen Lernraum zu suchen und einzurichten.

Lehrstehende Bürogebäude gibt es zur Zeit ja jede Menge. Für uns war aber auch eine positive Atmosphäre wichtig. Und da sind wir dann in Schwerzenbach an der Sonnenbergstrase 74 fündig geworden. Frisch renovierte Büroräumlichkeiten, die man selber einräumen kann, Cafeteria, Terrasse mit Grillplatz, Parkplätze, zu Fuss vom Bahnhof erreichbar, direkt am Grünen gelegen. Was will man mehr?

Wir sind froh, dass die Verwaltung ibeco AG den Mut hatte unsere 'Mini-Schule' dort einziehen zu lassen. 

Das Bild zeigt den Raum kurz nach dem Einzug. Sind die roten Schultische nicht toll? Sie kommen aus Arisdorf. Dort hat eine Schule auf Einzeltische umgestellt. :-)




freekidz.org und Happystudents.ch


Als Homeschooling Familie in der Schweiz hat man sich irgendwann intensiv mit dem Lehrplan 21 (LP 21) auseinanderzusetzen. Fachbereiche, Kompetenzen, Kompetenzstufen, Orientierungspunkte, Grundanforderungen und viele weitere Begriffe und Konzepte strukturieren die Bildungsanforderungen für unsere Kinder.
Diese Fülle an Informationen im LP21 ist sogar für professionelle Lehrer*innen kaum zu fassen.

Mit einem Arbeitskollegen und Gründer von Happystudents.ch haben wir deshalb eine Idee entworfen, wie man den LP21 für Homeschooler und Lehrpersonen besser nutzbar machen kann:

  • Lernprojekte und die addressierten Kompetenzen definieren und mit anderen Familien teilen
  • Homeschooling 'Klassen' mit Kindern einrichten
  • für jedes Kind ein Lerntagebuch führen
  • eine Lernstandsanalyse durchführen
  • einen 'Report' für die Inspektoren und Prüfer der Schulämter erstellen


Diese und noch weitere Anforderungen sind die Grundlage für die Erstellung eines digitalen LP21 auf Basis des Learning Management Systems NEO von Happystudents.ch.

Unser Experiment startet: 

LP21 + Happystudents.ch = 'besser Homeschoolen'!?

Inzwischen haben wir einen Prototypen erstellt, den wir mit Euch einem Praxistest unterziehen möchten:

 

  1. LP21 lässt sich je Fach und Kanton exportieren und in NEO (dem Learning Management System von Happystudents.ch) importieren
  2. In NEO bieten sich u.a. die Möglichkeiten:
  3. Eine ‘Klasse’ einrichten
  4. Aufgaben/Lernprojekte definieren (und mit anderen ‘sharen’)
  5. diesen Aufgaben Kompetenzen zuordnen
  6. ein mehrstufiges ‘Bewertungsraster’ definieren
  7. ein Journal zu den Aufgaben führen, über welches die Arbeiten dokumentiert werden können (Text, Video, Bilder, Audio, etc.) 
  8. einen Report mit dem Überblick über die aktuelle Kompetenzeinschätzung 


Mögliche Vorteile für die Beteiligten:

  1. Lehrer*innen: erhalten ein Instrument fürs Planen, Dokumentieren von Aufgaben/Projekten sowie die Kompetenzeinschätzung per Click zu machen
  2. Eltern: können nachvollziehen, was Lehrer*innen unternehmen, können sich an Aufgaben beteiligen, sehen die Entwicklung der Kinder, erhalten einen ‘Nachweis’ falls die Kinder doch mal in die Schule wechseln möchten à leichterer Einstieg
  3. Schulamt: erhalten einen längerfristigen Überblick in die Arbeiten und Kompetenzen der Kinder, erhalten bei Bedarf auch Einsicht in den Lernplan


Mögliche Nachteile:

  1. Lehrer*innen: Einrichten des Bewertungsraster angesichts der vielen LP 21 Kompetenzen
  2. Bestimmen der relevanten Kompetenzen in dieser Klasse (das ‘Rausputzen’)
  3. Aufwand durch die feingegliederte Beurteilung der Kompetenzen

 

Über das Experiment wollen wir herausfinden: 

  1. Ob die Vorteile den Aufwand überwiegen
  2. Ob die angebotenen Möglichkeiten ausreichen (Aufgaben, Kompetenzen, Bewertung, Reporting) 
  3. Welche Verbesserungen und sinnvollen nächsten Schritte zu tun sind

 

Ein Schulzimmer entsteht...

Aus Stall wird Lernraum

Diese Homeschool ist auf einem Bauernhof stationiert. Viel Platz, viele Tiere und Natur prägen den Standort. Als Schulzimmer kommt ein ehemaliger Stall - kein Witz ;-) - in Frage. Gesagt, getan. Wir erarbeiten mit unserer Lehrerin einen Ausbauplan und bauen in den nächsten Wochenenden das Schulzimmer. 
Jeder Ausbauschritt wird von den immer anwesenden Pferden genauestens begutachtet - auch wenn das auf dem Bild gerade nicht so aussieht :-)

Los geht es mit den Wänden. Es gilt Löcher zu stopfen und die Wände generell auszubessern. Unnötige Haken, Leitungen werden entfernt.

 



Der Boden

Wusstet Ihr das Stallböden immer schräg angelegt sind damit auch 'alles' schön abfliessen kann? Wenn man keinen abschüssigen Boden möchte muss man das ausgleichen. Kanthölzer und Balken als Unterbau, eine dicke Styroporschicht als Isolation und dann ein massiver Fichtenholzboden.

Die Sitzbank

Wie es sich für einen ordentlichen Stall gehört, gibt's einen betonierten Futtertrog. Dieser sollte nicht abgerissen sondern zu einer Sitzbank mit Stauraum umfunktioniert werden. Mit Kanthölzern, 28mm starken Massivholzbrettern und einer Portion Kreativität entstand dann eine 4.5m lange Sitzbank mit 4 grossen Klappen um an den Stauraum zu gelangen.

Und fertig

Ein Regal! Genau darauf haben diese Kisten schon lange gewartet. Dank schwedischem Möbelhaus war das schnell gefunden und fast so schnell aufgebaut.

Und dann fehlte noch ein Whiteboard. Wie in einem richtigen Klassenzimmer eben. Über tutti.ch haben wir auch das gefunden. 

Und fertig ist unser Klassenzimmer.